Sie sind hier: Ringen > Saison 2008 > ASV - Schriesheim

ASV - Schriesheim

12. Kampftag: 08.11.2008

Ringen 2. Bundesliga: ASV 1897 Tuttlingen - KSV Schriesheim                26 : 11

Bezirksklasse:           ASV1897 Tuttlingen II  kampffrei

ASV 97 siegt souverän

Einen insgesamt sehr guten Kampf sahen die knapp 200 Zuschauer am Samstag in der Tuttlinger Stadionhalle beim Ringkampf zwischen der ASV 97 Tuttlingen und dem KSV Schriesheim. Die Tuttlinger konnten mit der vermeintlich besten Zehn antreten, während die Gäste eine Gewichtsklasse unbesetzt lassen mussten. Gar sieben Einzelkämpfe konnte die ASV auf der Habenseite verbuchen und wurde letztendlich verdienter 26:11 Sieger und behält damit weiterhin Tuchfühlung an die Tabellenspitze.

Im Fliegengewicht trat für die ASV der Ungar Roland Majer auf die Matte. Hier hatten die Gäste Kerim Ferchichi Gewicht abkochen lassen, der eigentlich im Freistil zu Hause ist. Es entwickelte sich ein spannender Kampf, den der Tuttlinger sehr offen gestalten konnte, entgegen der deutlichen Niederlage aus der Vorrunde. Doch die ersten beiden Runden musste er nach eigenen Fehlern abgeben. Dann aber besann er sich auf seine Stärken und holte den 2:2 Ausgleich. In der entscheidenden fünften Runde jedoch übersah der ansonsten sehr überzeugende Kampfrichter Stefanov eine Beinarbeit von Ferchichi, die dem Tuttlinger den Sieg kostete.

Im Schwergewicht trat Tomasz Szczerek auf Gabriel Seregelyi, den dritten amtierenden Europameister der Junioren. Der Tuttlinger ließ sich dadurch aber nicht beirren und rang sehr konzentriert. Im entscheidenden Moment konnte er jeweils in allen drei Runden die Sieg bringende Wertung für sich erkämpfen, was ihm einen souveränen 3:0 Sieg einbrachte.

Baris Diksu gegen Vasile Dobrea hieß die Paarung im Freistil Federgewicht. In der Vorrunde im gr.-röm. Stil hatte der Tuttlinger bei seinem 3:2 Erfolg noch sehr viel Mühe - heuer jedoch sah es ganz anders aus. Allein schon in Runde eins war die erste Angriffaktion von Diksu schon das Eintrittsgeld Wert. Hier wäre sogar eine Fünferwertung möglich gewesen. Auch in der Folgezeit war der Tuttlinger immer der aktivere Ringer und gewann durch technische Überlegenheit.

Einen guten Auftritt hatte einmal mehr Marcin Letki im Halbschwergewicht im Kampf gegen Manuel Heinrich. Ohne größere Probleme holte er die erste Runde mit 1:1. In der Pause wurde vereinbart, dass er möglichst eine reguläre Wertung erzielen sollte, die ihm mehr Mannschaftspunkte einbringen. Hier kämpfte er dann zu ungestüm und wurde fast geschultert. Danach jedoch ging er wieder hoch konzentriert ans Werk und gewann mit 3:1 nach Runden.

Durch eine Verletzung gehandicapt musste im gr.-röm. Leichtgewicht Tomasz Kierpiec gegen den starken Andreas Spinnler antreten. Der Tuttlinger fand hier jedoch kein Konzept gegen den clever ringenden Gast und verlor mit 0:3 nach Runden.

Manuel Fehrenbach musste im Freistil Mittelgewicht gegen den starken Bulgaren Stefan Bonev antreten. Hier landete der Tuttlinger gleich bei der ersten Aktion einen herrlichen Beinangriff der ihm drei Punkte einbrachte. Bei Punkteführung von Fehrenbach musste Bonev nach einer Verletzung aufgeben.

Einen taktisch hervorragenden Kampf sahen die Zuschauer im Freistil Leichtgewicht zwischen Kakhaber Doborjginidze und Simon Pilzweger. Der Gast versuchte seinen Kräftevorteil geschickt einzusetzen, doch hatte er nicht mit der guten Technik des Tuttlingers gerechnet, der in Klassemanier jeweils im richtigen Moment den entscheidenden Punkt für sich einfahren konnte. Dadurch gewann er diesen spannenden Kampf sicher mit 3:0 nach Runden.

Bernd King hatte es im gr.-röm. Mittelgewicht mit Sven Lay einen unbequemen Ringer vorgesetzt bekommen. Im Standkampf war er in allen Runden der bessere Aktive, konnte hier aber leider kein Kapital daraus schlagen. Zweimal hatte King auch in der Unterlage die große Chance, die Runde für sich entscheiden zu können, doch fehlte jedes Mal nur wenige Sekunden.

Gut aufgelegt zeigte sich Krysztof Szatko der im gr.-röm. Weltergewicht Alexander Graf vorgesetzt bekommen hat. Im Standkampf passierte nicht viel, so dass fast alles im Bodenkampf entschieden wurde. Hier war der Tuttlinger einfach einen Tick besser und gewann verdient.

Zum Abschluss konnte noch Zbigniew Nowak kampflos vier Punkte einfahren, was das Gesamtergebnis noch nach oben schrauben ließ. Enttäuschend an diesem Abend lediglich das Zuschauerinteresse, das sehr zu Wünschen übrig ließ. (rs)

 

ASV Tuttlingen
26

KSV Schriesheim
11

Kampfrichter: 

Petar Stefanov

Stilart

Gewicht

Name

Name

Punkte

Wertung

Zeit

Gr.-röm.

55

Roland Majer

Kerim Ferchichi

2:3

PS 1:2 1:1 1:1 1:1 1:2

10:00

Freistil

60

Baris Diksu

Vasile Dobrea

4:0

TÜ 5:1 7:0 6:0

05:31

Gr.-röm.

66A

Tomasz Kierpiec

Andreas Spinnler

0:3

PS 1:1 0:3 1:2

06:00

Freistil

66B

Kakhaber Doborjginidze

Simon Pilzweger

3:0

PS 2:0 2:0 3:0

06:11

Gr.-röm.

74A

Krysztof Szatko

Alexander Graf

3:0

PS 3:0 3:1 3:2

06:00

Freistil

74B

Zbigniew Nowak

4:0

OG 0:0

 

Gr.-röm.

84A

Bernd King

Sven Lay

0:4

TÜ 0:3 0:3 0:7

05:48

Freistil

84B

Manuel Fehrenbach

Stefan Bonev

4:0

AS 4:3

01:34

Gr.-röm.

96

Marcin Letki

Manuel Heinrich

3:1

PS 1:1 1:5 2:1 1:1

08:00

Freistil

120

Tomasz Szczerek

Gabriel Seregelyi

3:0

PS 1:0 1:0 1:0

06:00