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Aichhalden - ASV

7. Kampftag: 05.10.2008

Ringen 2. Bundesliga: AB Aichhalden - ASV 1897 Tuttlingen                  19 : 16

Bezirksklasse:            VFL Mühlheim - ASV1897 Tuttlingen II                21 : 11

ASV 97 verliert unglücklich

 Zum Abschluss des siebten Kampftages musste die ASV 97 am Sonntag Morgen zum Aufstiegsaspiranten nach Aichhalden reisen. Nach dem doch relativ deutlichen Sieg gegen den TSV Westendorf hoffte ASV Coach Ralf Schumacher den Schwung aus dieser Begegnung mitnehmen zu können, um somit den Favoriten ggf. ein Bein zu stellen. Die Tuttlinger konnten in Bestbesetzung antreten, während beim AB Aichhalden ausgerechnet der Ex-Tuttlinger Michael Wernz krankheitsbedingt passen musste. Das Aichhalden verwundbar ist, zeigte sich erst am Freitag, den da setzte es die erste Niederlage in Adelhausen. Für einige Athleten bedeutete dieser Doppelkampftag an diesem Wochenende doch erhebliche Strapazen, zum einen das Gewicht zu halten und zum anderen steckte vielen doch noch der Freitagskampf in den Knochen. Fünf Einzelsiege sollten heuer nicht reichen, den Sack hier zuzumachen.

Im Fliegengewicht traf Ryszard Nowak auf den jungen Stefan Weber. Der junge Tuttlinger musste vor dem Kampf noch fast 500 Gramm Gewicht abkochen. Auf der Matte war er dann immer Herr auf der Matte, besann sich auf seine Chance und nutzte diese dann zum viel umjubelten Schultersieg.

Marcin Letki gegen Patrick Schwendemann hieß die Paarung im Schwergewicht. Hier wollte Letki unbedingt einen Sieg einfahren und kämpfte mit unbändigen Siegeswillen, was sich auch auszahlen sollte. Der Heimringer fand einfach kein Konzept gegen den taktisch hervorragend eingestellten Tuttlinger. Zwar konnte Letki selbst keinen Wertungspunkt erzielen, gewann jedoch sicher alle drei Runden jeweils mit 1:1 nach Punkten.

Einen bärenstarken Gegner bekam Baris Diksu im Federgewicht mit Gheorge Zamfir vorgesetzt. Doch der Tuttlinger hatte sich hier einiges vorgenommen. Vorweg genommen: Heute konnte er dies nicht in die Tat umsetzen. Im Standkampf zwar immer ebenbürtig, musste er im Bodenkampf die Überlegenheit seines Kontrahenten anerkennen. In Runde drei hatte er noch mal die minimale Chance, eine Runde einzufahren, doch die Siegbringende Wertung fiel leider erst nach dem Schlussgong.

Im Halbschwergewicht musste Tomasz Szczerek gegen den rumänischen Meister Marcel Stroja antreten. Hier rechneten die ASV Verantwortlichen zwar mit einer Niederlage, doch sollte diese sich in Grenzen halten. Am Anfang sah es noch gut aus. Runde eins verlor er noch mit 0:3 Punkten. In der nächsten Runde hatte er sogar die Chance auf mehr, doch letztendlich musste er auch diese abgeben. Dann aber hatte Szczerek wohl einen Blackout. Anders ist es nicht zu erklären, dass er in Runde drei mit 0:6 diese abgeben musste und somit durch technische Überlegenheit verlor.

Im Leichtgewicht des Freien Stils traf Kakhaber Doborjginidze mit Johannes Erath auf den Ersatzmann von Michael Wernz. Hier hatte der Tuttlinger gar keine Probleme. Kompromisslos rang der Tuttlinger seinen Stil durch und ließ dem Aichhaldener Nachwuchsmann nicht den Hauch einer Chance und gewann sicher und souverän durch technische Überlegenheit.

Einen guten Kampf sahen die Zuschauer im gr.-röm. Mittelgewicht zwischen Bernd King und Alexander Heit. Der Tuttlinger war hier ständig der aktivere Ringer, konnte aber im Standkampf daraus meistens kein Kapital daraus schlagen. In der Unterlage brachte er in der ersten Runde nichts fertig und selbst musste er einen Durchdreher abgeben. In der nächsten Runde besann sich King auf seine eigenen Stärken, war im Stand wie immer der aktivere Ringer und holte sich diese verdient. Doch dies konnte der gut auftrumpfende King leider nicht mehr wiederholen. Trotz hervorragendem Kampf verlor er diesen mit 1:3 nach Runden. Eine harte Nuss bekam Tomasz Kierpiec im gr.-röm. Leichtgewicht mit Alichan Isaev vorgesetzt, der sowohl in dieser, als auch in der letzten Saison ohne Niederlage blieb. Der Tuttlinger fand kein Konzept um hier zu Punkte zu kommen. Hier war Isaev einfach immer einen Tick besser und schneller und gewann so verdient nach Punkten.

Auf seinen alten Widersacher traf im Freistil Mittelgewicht Manuel Fehrenbach im Kampf gegen Frank Schwab. Toll die Einstellung und der unbedingte Siegeswillen von Fehrenbach. In Runde eins ließ er sich zwar überraschen, doch ließ er sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen. Mit einem sehenswerten Beinangriff holte er sich die nächste Runde eindrucksvoll zurück. In Runde drei wiederum nutze Schwab eine Unachtsamkeit von Fehrenbach zu seinem Rundengewinn. Doch wer dachte, Fehrenbach verliert diesen Kampf machte die Rechnung ohne den Wirt. Mit toller Energieleistung ließ er sich auch nicht durch einen kurzzeitigen Rückstand aus der Ruhe bringen und gewann hier alles in allem verdient mit 3:2 nach Runden. Im freien Stil des Weltergewicht bekam es Ryszard Lesniewski mit Daniel Eberhardt zu tun. Hier präsentierte sich Lesniewski heute von seiner besten Seite. Ständig kontrollierte er den Kampf und bestimmte so die ersten beiden Runden. In Runde zwei lag er lange mit 1:0 in Führung, gab aber leichtsinnig noch eine Wertung ab. So stand es bis 15 Sekunden vor Schluss noch 1:1. Doch sein Spezialgriff brachte ihm hier noch den verdienten Sieg. Auf der Anzeigetafel stand es nun vor dem letzten Kampf 16:16 und die letzte Paarung musste die Entscheidung bringen.

Hier trafen im gr.-röm. Weltergewicht Krysztof Szatko und Jürgen Zingraf aufeinander. Beide Athleten brachten im Standkampf nicht viel zustande, so dass jeweils im Bodenkampf die Entscheidung gesucht wurde. Doch hier war Szatko einfach nicht clever genug. Zwar verweigerte ihm der ansonsten sehr sichere Kampfrichter Antonio Silvestri eine Wertung, doch wahrscheinlich hätte es auch nicht mehr als zu einem Rundengewinn gereicht. Nichtsdestotrotz zeigten die Tuttlinger eine gute Leistung, auf der aufgebaut werden kann. (rs).

 

AB Aichhalden
19

ASV Tuttlingen
16

  

Kampfrichter: 

Antonio Silvestri

Stilart

Gewicht

Name

Name

Punkte

Wertung

Zeit

Freistil

55

Stefan Weber

Ryszard Nowak

0:4

SS 0:3

01:00

Gr.-röm.

60

Gheorghe Zamfir

Baris Diksu

4:0

TÜ 8:2 4:0 3:0

06:00

Freistil

66A

Johannes Erath

Kakhaber Doborginidze

0:4

TÜ 0:5 0:7 0:6

04:40

Gr.-röm.

66B

Alichan Isaev

Tomasz Kierpiec

3:0

PS 3:0 3:0 2:0

06:00

Freistil

74A

Daniel Eberhardt

Ryszard Lesniewski

0:3

PS 0:2 0:2 1:3

06:00

Gr.-röm.

74B

Jürgen Zingraf

Krysztof Szatko

3:0

PS 2:1 1:1 3:1

06:00

Freistil

84A

Frank Schwab

Manuel Fehrenbach

2:3

PS 3:0 1:2 2:0 1:3 1:1

10:00

Gr.-röm.

84B

Alexander Heit

Bernd King

3:1

PS 3:0 0:3 3:1 4:0

08:00

Freistil

96

Marcel Stroia

Tomasz Szczerek

4:0

TÜ 3:0 4:2 6:0

05:52

Gr.-röm.

120

Patrick Schwendemann

Marcin Letki

0:1

PS 1:1 1:1 1:1

06:00

VfL Mühlheim
21

ASV Tuttlingen II
11

Kampfrichter: 

Udo Kornacz

Stilart

Gewicht

Name

Name

Punkte

Wertung

Zeit

Freistil

55

Aaron David Karl

4:0

OG 0:0

 

Gr.-röm.

60

Yannik Herms

Okan Akgün

0:4

ÜG 2:3

01:25

Freistil

66A

Eduard Spadi

Faruk Temur

4:0

SS 2:1 4:2

03:41

Gr.-röm.

66B

Dennis Udo Schilling

Murat Özdir

0:4

TÜ 2:3 1:6 0:6

04:39

Freistil

74A

Maximilian Stumpe

Emre Durmus

4:0

SS 5:2

01:34

Gr.-röm.

74B

Thomas Hipp

Firat Ayan

4:0

TÜ 5:1 6:0 6:0

04:49

Freistil

84

David Stumpe

Anil Misirci

1:3

PS 2:1 2:2 0:1 1:1

08:00

Gr.-röm.

120

Edwin Buschle

Jusuf Mustafi

4:0

SS 4:1 4:0

02:57