ASV - Aichhalden
ASV - AB Aichhalden 17:22
ASV 97 muss sich mit einer knappen Niederlage begnügenEs hat nicht sollen sein! Die ASV 97 hat auch im zweiten Kampf im Jahr 2007 nicht das notwendige Quäntchen Glück auf Ihrer Seite. So musste auch dieser Kampf knapp abgegeben werden, gegen den Meisterschaftsanwärter aus Aichhalden. Umso ärgerlicher ist, dass hier ein Sieg nicht nur machbar gewesen wäre, sondern eigentlich so Pflicht. Im Vorfeld redeten die ASV Verantwortlichen mit Engelszungen auf Baris Diksu ein, dass er noch einmal die Strapazen auf sich nimmt und für die Mannschaft noch einmal das Gewicht "abkocht". Aus sportlicher Sicht leider, aus gesundheitlicher Sicht hat er es leider dann trotz großer Bemühungen nicht geschafft. So gab man somit im Fliegengewicht kampflos die Punkte an Aichhalden ab, anstatt vier Mannschaftspunkte zu ergattern. Dies war im Nachhinein betrachtet zuviel Schützenhilfe und so kam eben auch das Ergebnis von 17:22 für die Gäste heraus.
Doch die ca. 250 Zuschauer brauchten Ihr Kommen nicht zu bereuen. Es gab viele tolle und spannende Paarungen, deren Ausgang auch viele Insider sicherlich nicht so vorausgesagt hätten. Und hätte der gute Kampfrichter Hardy Stüber im Halbschwergewichtkampf zwischen Tomasz Szczerek und Marcel Stroia im entscheidenden Moment auf der anderen Mattenseite gestanden, hätte er gesehen, dass der Tuttlinger seinen Kontrahenten auf beiden Schultern fixieren konnte und er so vier Punkte für sein Team erkämpft hätte, was für ein Unentschieden in diesem Mannschaftskampf schon gereicht hätte.
Auch entschied man im Tuttlinger Lager, dass im Freistil Weltergewicht dieses Mal Zbigniew Nowak für Michael Wernz zum Einsatz kommen sollte was sich später dann aber als nicht erfolgreich herausstellte Wenn, wenn, wenn
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Im Halbschwergewicht traf Marcin Letki auf den starken Patrick Schwendemann. Hier merkt man dem Tuttlinger Letki einmal mehr an, dass ihm nur die Wettkampfpraxis fehlt. Doch durch eifriges Training und mit jedem Mannschaftskampf kommt diese bald wieder zurück und so werden die Tuttlinger sicherlich noch viel Freude an ihm haben. Die erste Runde sah er nicht gut aus und verlor diese deutlich mit 0:4 Punkten. Dann aber stellte sich Letki immer besser auf den Gast ein, und holte sich erste die zweite ( 1:1 ) dann die dritte Runde sogar souverän mit 4:0 Punkten. Runde vier ging dann wieder deutlich an den Gast und in der entscheidenden Runde fünf hatte er einfach nicht das Glück auf seiner Seite und so verlor er unglücklich mit 1:2 Punkten.
Einen tollen Kampf gab es im Federgewicht zwischen dem Tuttlinger Valentin Lupu und seinem rumänischen Landsmann Gheorghe Zamfir. Beide Athleten schenkten sich überhaupt nichts auf der Matte. Nur eine deutliche Runde gab es, die der Tuttlinger mit 5:0 für sich entscheiden konnte. Auch hier ging es insgesamt über fünf Runden. Im entscheidenden Moment überrumpelte der Tuttlinger seinen Kontrahenten und so gewann Lupu nach einer tollen kämpferischen Leistung mit 3:2 Runden.
Im Halbschwergewicht zeigte sich der Tuttlinger Szczerek trotz seiner Niederlage gegen Marcel Stroia von seiner besten Seite. Unabhängig, dass er eigentlich zum Schultersieger erklärt werden musste, verlangte er dem rumänischen Weltmeisterschaftsteilnehmer ( er ist für die in zwei Wochen beginnende WM gemeldet ) alles ab und wäre auch fast über die volle Distanz noch verdienter Sieger geworden.
Überhaupt nicht klar kam am Samstag Zbigniew Nowak im Kampf gegen Kirill Fadeew. Er konnte hier nicht die überzeugenden Trainingsleistungen auf der Matte umsetzen, wobei man fairer weise auch sagen muss, dass Fadeew eine tollen Kampf an den Tag legte. Nichtsdestotrotz wäre hier sicherlich mehr drin gewesen aus Tuttlinger Sicht, als die 0:3 Punktniederlage.
Bernd King kam am Samstag nicht so gut zurecht. Er hatte auch einen starken Gegner mit Alexander Heit vorgesetzt bekommen. Evtl. war es bei ihm auch Kopfsache gegen seinen alten Verein antreten zu müssen. Trotz aufopferungsvoller Ringweise, musste er sich mit 0:3 Punkten geschlagen geben.
Trotz seiner 1:3 Niederlagen gegen den bärenstarken Russen Alichan Isaev enttäuschte Tomasz Kiepiec in keine Weise. Er verlangte dem Starringer aus Aichhalden alles ab und konnte ihm sogar eine Runde abluchsen und verlor so nur mit 1:3 Punkten.
Für Manuel Fehrenbach war es sicherlich kein leichter Kampf im Mittelgewicht gegen seinen ehemaligen Kameraden Frank Schwab antreten zu müssen. Überhaupt musste er das erste Mal im Tuttlinger Dress gegen seinen Heimatverein antreten. Er ließ sich aber überhaupt nicht aus der Ruhe bringen und überzeugte auf ganzer Linie. In einer Klassemanier setzte er Schwab im entscheidenden Moment unter Druck und gewann so sicher die ersten beiden Runden. In Runde drei lag er nach einer fragwürdigen Entscheidung schon fast aussichtslos mit 0:3 im Hintertreffen. Doch mit einer Energieleistung konnte er den Kampf noch drehen und krönte seine tadellose Leistung mit einem 3:0 Punktsieg.
Nichts anbrennen ließ der Tuttlinger Ryszard Lesniewski im Freistil Weltergewicht gegen Daniel Eberhardt. In der ersten Runde machte er es noch spannend und gewann diese nur mit 3:3 nach Punkten. Dann aber schaltete er einen Gang höher und ließ den Aichhaldener nicht mehr aufkommen und gewann so die folgenden zwei Runden.
Im letzten Kampf standen sich Florin Rusu und der Aichaldener Neuzugang Jürgen Zingraf gegenüber. Dem Tuttlinger sah man an, dass ihn immer noch die Niederlage von letzter Woche wurmte. Heuer war er viel besser drauf und gewann am Ende sogar sicher und souverän gegen den keinesfalls schlechten Jürgen Zinngraf mit 3:1 nach Runden. (rs)











