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Baienfurt - ASV

8. Kampftag                 13.10.2007

2. Bundesliga               KG Baienfurt - ASV Tuttlingen              13 : 28

Bezirksklasse               SV Triberg II - ASV Tuttlingen II            26 :  7

ASV kann doch noch gewinnen !

Die Macher der ASV 97 Tuttlingen wollten an diesem Wochenende mal wieder ein Zeichen setzen und machten sich mit der vermeintlich besten Staffel auf den Weg nach Baienfurt. So nahm sogar Baris Diksu die Strapazen auf sich und kochte auf´s Fliegengewicht ab. Es waren also alle Mann an Bord, um endlich mal wieder zwei Habenpunkte verbuchen zu können. Doch trotzdem warnte die Verantwortlichen, dass dies kein Zuckerschlecken geben wird. Die Oberschwaben haben für sich schon immer den Anspruch auserkoren, Tuttlingen zu besiegen, koste es was es wolle. Entsprechend heiße Paarungen gab es dann auch.

Im vorgezogenen Kampf musste Bernd King im gr.-röm. Mittelgewicht gegen den unbequemen und doch favorisieren Sio Gkocklitsidis antreten. Hier ging es doch teilweise sehr hart zur Sache. Der Tuttlinger ließ sich aber dadurch nicht beirren und kämpfte beherzt dagegen. Er musste sich zwar am Ende doch mit 0:3 geschlagen geben, zeigte aber eine ansteigende Form.

Baris Diksu hatte noch vor dem eigentlichen Fight auf der Matte seinen größten Kampf zu bestreiten. In der Halle angekommen hatte er noch über ein Kilogramm zu viel auf die Waage gebracht für das Fliegengewicht bis 55 Kilogramm. Zusammen mit Trainer Yasar Büyük machten sie sich dann ans Werk. Er hat dann zwar noch über ein Kilogramm abnehmen können, doch fehlten am Ende 200 Gramm. So gingen hier die Punkte kampflos nach Baienfurt, dennoch ging durch diese Energieleistung ein Ruck durch die Mannschaft. So zahlte es sich am Ende doch noch positiv aus für die Tuttlinger. Einen Freundschaftskampf wurde Diksu aber nicht erlaubt, weil sein Gegner Pejman Mir noch Jugendlicher ist.

Im Schwergewicht traf der langsam zur Bestform auflaufende Marcin Letki auf Vladimiros Loakimidis. Der Tuttlinger ließ hier nie Zweifel aufkommen, wer hier die Punkte mitnehmen würde und beherrschte seinen Gegner nach Lust und Laune. Am Ende holte er sich einen nie gefährdeten 3:0 Punktesieg.

Valentin Lupu traf im Federgewicht auf den Baienfurter Trainer und Routinier Dariusz Jelen. Trotz einer leichten Verletzung ließ er es sich nicht nehmen, das Gewicht zu machen um seiner ASV zu einem Sieg zu verhelfen. Gleich zu Beginn setzte Lupu einen blitzsauberen Hüftschwung an und beförderte damit seinen Kontrahenten auf beide Schultern. Somit konnte die ASV ausgleichen.

Durch die kampflosen vier Zähler von Tomasz Szczerek ging die ASV dann erstmals an diesem Abend in Führung.

Ein heißer Kampf wurde dann von den Zuschauern im Freistil Leichtgewicht erwartet, bei der Paarung zwischen Geburtstagskind Michael Wernz und Michael Baumann. Doch hier machte man die Rechnung ohne den Wirt in Person des Tuttlinger Wernz. Er bestätigte einmal mehr seine blendende Form und schulterte seinen verdutzten Gegner noch in der ersten Runde.

Im gr.-röm Leichtgewicht hieß die Paarung Tomasz Kierpiec gegen Marcel Bolduan. Der Tuttlinger war hier immer auf der Hut und es bestand nie die Gefahr einer Niederlage. In Runde eins holte er sich sogar mit 8:2 einen Überlegenheitssieg. Runde zwei gab er dann doch etwas überraschend ab, gewann dann aber wieder Runde drei und vier mit 8:0 bzw. 3:2 Punkten, was seiner Mannschaft 4:1 Mannschaftspunkte einbrachte.

Manuel Fehrenbach hatte es im Freistil Mittelgewicht gegen den ehemaligen Tuttlinger Fabio Camarda anzutreten. Hier gab es den erwarteten heißen Kampf, der dann auch über volle fünf Runden ging. Nicht weniger als viermal musste der Clinch die Entscheidung bringen. Fehrenbach ging erst in Front, musste dann aber den Ausgleich in Runde zwei hinnehmen. Einzig die dritte Runde gewann der Tuttlinger mit 2:2 durch die Sieg bringende letzte Wertung. Camarda schafft zwar noch den Ausgleich, doch in der entscheidenden Runde fünf war Fehrenbach dann hell wach und gewann schlussendlich verdient mit 3:2.

Ryszard Lesniewski traf im Freistil Weltergewicht auf Gerhard Tenhündfeld. Der Tuttlinger ließ hier nichts anbrennen. In Runde eins noch etwas zurückhaltend gewann er lediglich mit 1:0. Dann aber legte er einen Gang zu und gewann schließlich noch mit 7:1, bzw. 5:0 und holte somit vier Mannschaftspunkte durch Technische Überlegenheit.

Im abschließenden Kampf im gr.-röm. Weltergewicht traf Florin Rusu auf den ehemaligen Bundesligaringer Mijo Prigorec. Rusu zeigte eine gute Vorstellung und ließ den Favoriten nie so richtig aufkommen. Nach vier Runden hatte beiden Ringer jeweils zwei für sich entscheiden können. In der entscheidenden Runde fünf wurde der Heimringer dann glücklicher Sieger, nachdem er den Vorteil vom Kampfrichter zugesprochen bekommen hat. Somit gewann die ASV 97 diesen Auswärtskampf mit 28:13. (rs)