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ASV - Baienfurt

15. Kampftag                            15.12.2007

2. Bundesliga                            ASV Tuttlingen - KG Baienfurt          22:12

 

ASV feiert am letzten Heimkampftag einen tollen Sieg

Es ist vollbracht - zumindest was die Heimkämpfe in der Saison 2007 angeht. Hier aber zeigten die Mannen um Coach Yasar Büyük noch einmal schönen und interessanten Ringkampfsport. Leider war das Zuschauerinteresse nicht mehr ganz so groß, säumten gerade mal 150 Zuschauer den Mattenrand. Die aber brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Einziger Wehrmutstropfen war, dass der etatmäßige Fliegengewichtler Dario Bruno knapp fünf Minuten zu spät zum Wiegen erschienen ist und es somit lediglich neun Kämpfe auf der Matte zu sehen gab.Im Fliegengewicht kam Pierre Pires für Baienfurt kampflos zu vier Punkten.Einen guten Kampf lieferte im Schwergewicht Tomasz Szczerek gegen den starken Griechen Vladimiros Loakimidis. Dieser "alte Fuchs" setzte seinen fast zwanzig Kilogramm Gewichtsvorteil immer wieder geschickt ein und ließ in ein paar Aktionen auch seine Klasse aufblitzen. Szczerek seinerseits verlangte ihm aber alles ab, doch ein Rundengewinn wollte ihm heuer nicht gelingen. So verlor er mit 0:3 Runden.Baris Diksu hatte es im Freistil Federgewicht mit dem unbequem ringenden Simon Tenhündfeld zu tun. Doch Diksu ließ sich nicht beirren und wartete geduldig auf seine Chance, die er dann auch in Runde eins zu seinem 1:0 Erfolg gleich nutzte. Die erste Aktion in Runde zwei brachte fast schon den Kampf, doch der Kampfrichter pfiff bei einem Beinausheber nicht ab. Dies wäre vielleicht auch des Guten zuviel gewesen, doch fünf Punkte hätte er hier auf alle Fälle verdient gehabt. Dennoch reichte es zum deutlichen Punktsieg. In der entscheidenden Runde drei ließ er es dann wieder ruhiger angehen, doch sein Sieg war dabei nie gefährdet.Marcin Letki hatte es im Halbschwergewicht mit dem Griechen Sio Gkogklitsidis zu tun. Wiederum zeigte Letki eine Klasse Vorstellung. Durch seine Vorwärtsbewegungen ließ er seinen Gegner nie zur Entfaltung kommen. Runde eins gewann er sicher und verdient mit 3:0 Punkten. In Runde zwei schaltete er noch einen Gang höher und sogleich konnte er diese sogar noch deutlicher mit 4:0 Punkten für sich entscheiden. In der letzten Runde aber sollte es ihm nicht gelingen, noch einen Überlegenheitssieg einzufahren, dennoch gewann er auch diese Runde souverän.Tomasz Kierpiec hatte es im gr.-röm. Leichtgewicht mit dem talentierten Marcel Bolduan zu tun. Dieser verlangte dem Tuttlinger alles ab. Allerdings blieb Kierpiec ständig Herr auf der Matte, auch in Runde eins, die er "nur" knapp aber verdient für sich entscheiden konnte. Dann jedoch zeigte Kierpiec sein ganzes Können. Mit gut vorbereiteten Griffaktionen überzeugte er und ließ dadurch seinem nun arg in die Defensive gedrängten Kontrahenten nicht mehr zum Zuge kommen. Sicher gewann er Runde zwei und drei jeweils mit 4:1 Punkten.Nach der Pause traf ein durch seine Schulterverletzung arg gehandicapter Manuel Fehrenbach auf den ehemaligen Tuttlinger Fabio Camarda. Bei fast jeder Aktion hinderte ihn seine Verletzung doch viel mehr, als befürchtet. Die erste Runde jedoch gab Fehrenbach etwas unglücklich ab. In Runde zwei dann noch einmal ein Aufbäumen, so gewann er diese Runde verdient mit 1:0. Auch in der Folgerunde war der Tuttlinger der aktivere Ringer, dies brachte ihm den Vorteil, dass er beim Stand von 0:0 das Bein fassen durfte. Hier jedoch konnte er den vermeintlichen Vorteil nicht ausnutzen. So verlor er diese und auch die Runde vier.Einen taktisch hervorragenden Kampf lieferte Michael Wernz im Freistil Leichtgewicht gegen Michael Baumann ab. Kompromisslos nutzte er jeweils einen entscheidenden Moment in allen drei Runden, um diese dann für sich zu entscheiden. Dies ist umso höher einzuschätzen, da der Kampf insgesamt fast 15 Minuten unterbrochen wurde, weil der Gast Nasenbluten hatte und dadurch natürlich die Konzentration von Wernz immer wieder auf´s neue auf die Probe gestellt wurde.Ein hart umkämpftes Duell gab es im gr.-röm Mittelgewicht zwischen Bernd King und dem ehemaligen Bundesliga Ringer Mijo Prigorec. Dies erklärt auch, weshalb es hier über fünf Runden gehen musste, wobei der Gast hier glücklich die zweite und dritte Runde für sich entscheiden konnte. Allerdings immer durch einen Kampfrichterentscheid begünstigt. King kämpfte mit höchstem Einsatz und drehte mit einer Energieleistung diesen Kampf doch noch zu seinen Gunsten. Florin Rusu hatte es gegen den unbequemen und nicht einfach zu ringenden Gerhard Tenhündfeld zu tun. Er ließ trotzdem nie Gefahr aufkommen und behielt ständig die Oberhand. Nach zwei relativ knappen Runden drehte er in der entscheidenden Runde drei noch einmal mächtg auf und gewann diese verdient mit 5:0 Punkten. Im letzten Kampf traf Ryszard Lesnieweski auf Pavel Kajl. Sicher und souverän rang der Tuttlinger diesen Kampf nach Hause. Es gab hier auch einige schöne Griffaktionen zum Heimkampfabschluss der ASV 97 in der Saison 2007 (rs)

  55 kg G ohne Vertreter  - Pierre Pires  0 : 4 kampflos
  60 kg F Baris Diksu  - Simon Tenhündfeld  3 : 0 1:0  4:0  1:0
  66 kg G Tomasz Kierpiec  - Marcel Bolduan  3 : 0 1:1  4:1  4:1
  66 kg F Michael Wernz  - Michael Baumann  3 : 0 1:0  1:0  1:0
  74 kg G Florin Rusu  - Gerhard Tenhündfeld  3 : 0 2:0  1:1  5:0
  74 kg F Ryszard Lesniewski  - Pavel Kajl   3 : 0 6:2  4:2  1:0
  84 kg G Bernd King  - Mijo Prigorec  3 : 2 1:1  1:1  1:2  1:1  2:1
  84 kg F  Manuel Fehrenbach  - Fabio Camarda  1 : 3 0:1  1:0  0:3  0:1
  96 kg G Marcin Letki  - Sio Gkogklitsidis  3 : 0 3:0  4:0  1:1
120 kg F Tomasz Szczerek  - Vladimiros Ioakeimidis  0 : 3 0:2  0:2  0:3
Zuschauer: 100 Kampfrichter: Andreas Sauer