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ASV - Schriesheim

14. Kampftag                           01.12.2007

2. Bundesliga                           ASV 1897 Tuttlingen - KSV Schriesheim          23:15

Bezirksklasse                           KSV Allensbach - ASV Tuttlingen II                 12:20

 

ASV macht mit Sieg den Nachbarn aus Nendingen zum Meister

Die Tuttlinger wollten am diesem Kampftag die Punkte an Ort und Stelle behalten. Der Hauptgrund war allerdings nicht, dass man damit dem Nachbarn aus Nendingen Schützenhilfe leisten wollte, sondern um Revanche für die unglückliche Niederlage aus dem Vorkampf zu nehmen. Entsprechend wurde das Training unter der Woche noch einmal angezogen. Auch vor und während dem Kampf war deutlich der unbedingte Siegeswillen der kompletten Mannschaft samt Trainer zu erkennen. Coach Yasar Büyük konnte auf seine stärkste Formation bauen und lief mit der Zehn auf, die erwartet wurde. Die Gäste ihrerseits tauschten die gr.-röm. Athleten im Mittel- und Halbschwergewicht.

Im ersten Kampf des Abends traf der junge Dario Bruno auf den starken Enis Ferchichi. Der Gast ließ von Beginn an nichts anbrennen und holte sich gleich eine hohe Punkteführung. Bei der letzten Aktion konnte er den Tuttlinger sogar fixieren und schließlich sogar schultern.

Einen wahrlich "schweren Brocken" bekam Tomasz Szczerek im Schwergewicht mit Martin Siddiqui vorgesetzt. Nicht nur das der Gast amtierender Deutscher Vizemeister ist, sondern auch fast 20 Kilogramm mehr auf die Waage brachte. Doch der Tuttlinger hielt sehr gut dagegen. Er konnte zwar keine Runde für sich einfahren, doch mit einem Quäntchen Glück wäre durchaus ein Rundengewinn im Rahmen des Möglichen gewesen.

Zwei starke Athleten standen sich im Freistil Federgewicht zwischen Baris Diksu und Kerim Ferchichi gegenüber. Der Tuttlinger wirkte stets frischer und konzentrierter, was sich am Ende positiv für ihn auswirken sollte. In Runde eins stand es lange Zeit 0:0, doch irgendwie konnte man sich heuer sicher fühlen aus Tuttlinger Sicht. So reichte Diksu ein Beinangriff, der ihm Runde eins einbrachte. In Runde zwei machte er es sich gleich einfach. Ein gut vorbereiteter Beinangriff brachte ihm drei Punkte ein und somit die Runde mit gleichem Ergebnis. Die letzte Runde ließ er es dann ruhiger angehen und gewann nur mit 1:0.

Nichts anbrennen ließ Tuttlingen´s Halbschwergewichtler Marcin Letki gegen den aufgerückten Manuel Heinrich. Immer in der Vorwärtsbewegung ließ er nie Zweifel aufkommen, wer hier den Kampf als Sieger verlassen würde. Souverän gewann Letki am Ende mit 3:0 nach Runden und bestätigte einmal mehr seine gute Verfassung.

Tomasz Kierpiec gewann den Kampf bereits auf der Waage. Im anschließenden Freundschaftskampf gab der Schriesheimer gleich auf.

Mit einem Handicap musste Manuel Fehrenbach im Freistil Mittelgewicht gegen den starken Bulgaren Stefan Bonev antreten. Hier gab es lange ein Abtasten und in der ersten Runde sah es schon so aus, als dass der Kampfrichter die Vorteilsposition anzeigen müsste. Dann aber explodierte der Gast und holte sich mit einem Beinangriff diese Runde. In Runde zwei fast das gleiche Bild, der Tuttlinger kämpfe aufopferungsvoll, doch die Verletzung machte ihm den ganzen Kampf über mehr zu schaffen, als ihm lieb war. So musste er beide folgenden Runden mit 0:1 abgeben.

Michael Wernz hatte es im Freistil Leichtgewicht mit dem Polen Adam Piela zu tun. In Runde eins ließ er sich noch zu sehr auf den Kampfstil seines Gegners ein. Prompt wurde diese Runde dann auch abgegeben. Dann aber besann sich Wernz voll auf seine Stärken. Gezielt wurden die Angriffe gesetzt, was ihm dann auch die Runde einbrachte. Doch das war noch nicht alles: In Runde drei brannte der Tuttlinger gar ein Feuerwerk an Aktionen ab, konnte seinen Gegner dann auch fixieren und im Anschluss schultern. Einmal mehr ein Klassekampf des Tuttlingers.

Bernd King traf im gr.-röm. Mittelgewicht auf den Bundesliga erfahrenen Sven Lay. Im letzten Jahr noch deutlich mit 0:3 verloren sah es nur am Anfang so aus als das der Gast dieses Ergebnis wiederholen sollte. Dann jedoch kamen die Minuten des Tuttlingers. Er ließ keine Durchdreher mehr zu und holte sich Runde drei und vier. Die entscheidende Runde fünf fehlte ihm dann aber doch die Kraft. King konnte trotz dieser Niederlage überzeugen.

Im gr.-röm. Weltergewicht traf Florin Rusu auf Peter Höreth. Der Tuttlinger ging favorisiert in diese Begegnung. So konnte er die erste Runde auch gleich deutlich mit 5:0 gewinnen. Runde zwei führte der Tuttlinger auch mit 1:0, ließ sich aber noch entscheidend Durchdrehen. Die nächste Runde konnte Rusu wieder für sich entscheiden, die Runden vier gab er aber gleich wieder ab. Nun musste die fünfte Runde die Entscheidung über den Sieg geben. Hier behielt aber Rusu wieder das Heft in der Hand und gewann diesen Kampf.

Im letzten Kampf des Abends traf Ryszard Lesnieweski auf Sebastian Jöck. Der Tuttlinger ließ sich nicht lange Betteln, holte sich erst die Führung baute mit einem Durchdreher diese Führung aus und schulterte seinen Kontrahenten mit einem schulmäßigen Einsteiger.

Kampfrichter Wioska aus Taisersdorf leitete sicher und souverän. (rs)

 

ASV Tuttlingen
23

KSV Schriesheim  
15

  

Kampfrichter: 

Joachim Wioska

 

 

Stilart

Gewicht

Name

Name

Punkte

Wertung

Zeit

Gr.-röm.

55

Dario Bruno

Enis Ferchichi

0:4

SS 0:9

00:39

Freistil

60

Baris Dikus

Kerim Ferchichi

3:0

PS 2:0 3:0 1:0

06:00

Gr.-röm.

66A

Tomasz Kierpiec

Christian Maier

4:0

ÜG 1:0

00:14

Freistil

66B

Michael Wernz

Adam Piela

4:0

SS 0:2 2:0 7:0

06:08

Gr.-röm.

74A

Florin Rusu

Peter Höreth

3:2

PS 3:0 1:2 2:0 1:3 3:0

10:00

Freistil

74B

Ryszard Lesniewski

Sebastian Jöck

4:0

SS 5:0

01:47

Gr.-röm.

84A

Bernd King

Sven Lay

2:3

PS 1:4 1:2 2:1 1:1 0:3

10:00

Freistil

84B

Manuel Fehrenbach

Stefan Bonev

0:3

PS 0:3 0:1 0:1

06:07

Gr.-röm.

96

Marcin Letki

Manuel Heinrich

3:0

PS 3:0 2:1 3:1

06:00

Freistil

120

Tomasz Szczerek

Martin Siddiqui

0:3

PS 2:3 0:1 0:2

06:00

 

 

 

Ringer Bezirkslasse: KSV Allensbach I - ASV 97 Tuttlingen II 12 : 20

ASV Tuttlingen zwei kann Allensbach erneut besiegen und gibt somit die rote Laterne wieder ab

Tuttlingen konnte alle Gewichtsklassen besetzten und besiegte im Abstiegskampf den direkten Gegner Allensbach klar. Wohl wissend dass bei einer Niederlage der letzte Platz und der somit verbundene Abstieg nicht mehr zu verhindern gewesen wäre, wollte man diese letzte Chance wahren, um mit den Ringern vom Bodensee den letzten Platz wieder zu tauschen was letztendlich dann auch gelang. (il)

 

Die Kämpfe im Einzelnen:

55G: Christopher Bantel -  Okan Akgün SS 0:6 0:3 (0:4)

60F: Jens Albiez - Faik Iseni SN 3:0 (4:4)

66G: Axel Zuber -  Nurullah Temur ÜS 0:6 0:7 0:6 (4:8)

66F: Maximilian Gareth -  Emre Durmus SS 8:0 3:3 (4:12)

74G: Stefan Rothmund -  Zbigniew Nowak ÜS 0:7 0:7 0:3 (4:16)

74F: Tim Buck -  Faruk Temur SN 1:0 7:1 5:5 (8:16)

84G: Helmut Rothmund -  Elmas Nüsret SS 3:5 0:5 6:8 (8:20)

120F: Markus Cime -  Uwe Storz SN 1:6 2:1 3:0 (12:20)