ASV - Schorndorf
7. Kampftag 06.10.2007
2.Bundesliga ASV Tuttlingen - ASV Schorndorf 18:19
Bezirksklasse ASV Tutttlingen II - KSV Allensbach 23:8
ASV kann wohl nicht mehr gewinnen
Es wurde der erwartet schwere Kampf gegen die Schorndorfer. Die Remstäler haben durch den Einsatz von Balasz Kiss noch einmal einen richtigen Schub erhalten und seitdem alle Kämpfe für sich entscheiden können. Die Tuttlinger konnten heuer wieder auf den zuletzt gesperrten Michael Wernz, als auch auf den am Mittwoch noch krankgeschriebenen Manuel Fehrenbach zurückgreifen. Allerdings fehlte Tomasz Kierpiec auf Tuttlinger Seite, ebenso wie Andrzej Panasiuk auf Seiten von Schorndorf die beide auf einem Turnier in Polen weilen mussten. Die Tuttlinger hatten zwar auch fünf Siege zu verbuchen wie die Gäste, gaben aber ihrerseits zum einen teilweise unnötig vier Mannschaftspunkte ab und versäumten es auf der anderen Seite in den verlorenen Kämpfe doch noch einen Punkt zu ergattern. So gab es am Ende enttäuschte Gesichter nach der doch unnötigen 18:19 Niederlage.
Im Fliegengewicht traf der junge Dario Bruno auf den Schorndorfer Routinier Alexander Jakuschew. Dieser ließ auch nichts anbrennen und nutzte seine erste Griffaktion zum einen zu seiner ersten Wertung und in der Folge zum Schultersieg nach nur 14 Sekunden.
Im Schwergewicht machte der Tuttlinger Marcin Letki trotz seiner Niederlage einen guten Kampf gegen den Schorndorfer Weltklasseathlet Balasz Kiss. Schon toll wie Letki den Ungarn im Standkampf beschäftigte und ihn dabei "Alt Aussehen" ließ jedoch konnte er dies bis auf einmal leider nicht in Punkte umsetzen. Der Ungar im Schorndorfer Dress wartete auf seine Chance im Bodenkampf, die er dann zum Leidwesen des Tuttlingers dann auch nutzen konnte. Jeweils ein Durchdreher brachte somit Letki auf die Verliererstrasse.
Im Federgewicht traf ein gut aufgelegte Baris Diksu auf Eugen Friesen, der erstmals in dieser Saison auf die Matte ging. Abwartend ließ er die erste Runde noch ruhig angehen und gewann aber sicher mit 3:0 Punkten. Runde drei gab es dann aber einen richtigen Höhepunkt, in dem er mit einen Ausheber und anschließender Amplitude die Höchstwertung von fünf Punkten erzielen konnte. Diesen Schwung nahm er dann auch mit und gewann auch Runde drei souverän mit 3:0 nach Punkten, was ihm vier Mannschaftspunkte einbrachte.
Nicht seinen besten Tag hatte Tomasz Szczerek. Dass er nicht unbedingt gewinnen konnte war zwar im Vorfeld klar, doch hoffte man insgeheim doch auf die eine oder andere Kampfrunde. Es gab hier allerdings ein böses Erwachen. Nicht nur dass Szczerek keine Kampfrunde erkämpfen konnte, gab er sogar unnötig viel zu viele Wertungen ab und verlor am Ende sogar noch durch Technische Überlegenheit.
Wie sehr Michael Wernz letzten Mittwoch gefehlt hat, sah man im Kampf gegen Peter Beischlag. Taktisch klug rang Wernz in Runde eins, machte im entscheidenden Moment die Wertung und gewann so mit 1:0. In Runde zwei ließ er sich einmal kurz überraschen und verlor prompt diese Kampfrunde. Dann aber setzte er sich in Klasse Art und Weise wieder durch und gewann dann auch verdient gegen den Ungarn Beischlag.
Nach der Pause lag es dann an Bernd King, die Tuttlinger im Kampf gegen Tobias Bulgrin wieder heran zu (b)ringen. Im Vorjahr noch 3:1 Punktsieger hoffte man im Tuttlinger Lager doch auch wieder auf einen Sieg. Leider war es jedoch nicht der Kampfabend von King. Im Standkampf war er zwar immer der aktiverer Ringer, holte zweimal auch Wertungen, doch in der Bodenlage machte er sich dann selber das Leben schwer, kam selber nicht durch und musste seinerseits immer per Durchdreher Wertungen abgeben, was im dann auch den Kampf kostete.
Auf verlorenem Posten Stand der für Tomasz Kierpiec ins gr.-röm. Leichtgewicht aufgerückte Valentin Lupu gegen den starken Krzysztof Szczpanik. Im Standkampf konnte er die körperliche Überlegenheit seines Kontrahenten noch ausgleichen, doch der Bodenkampf war sein Untergang. Gar 0:7 musste er Runde eins abgeben. So reichten dem Schorndorfer noch zwei knappere Runden zu seinem Überlegenheitssieg, was wieder vier Mannschaftspunkte kostete. So lagen die Tuttlinger vor den letzten drei Runden fast schon aussichtslos mit 7:19 im Rückstand. Jetzt hätte noch 3x4 Mannschaftspunkte geholt werden müssen, um wenigstens ein Unentschieden zu retten.
Zuerst versuchte er Manuel Fehrenbach im Mittelgewicht Freistil gegen den Ex-Tuttlinger Ilyas Özkök. Fehrenbach ließ zwar nie Zweifel aufkommen, wer diesen Kampf gewinnen sollte, doch steckte ihm seine Krankheit noch in den Knochen, so dass er nicht so wie gewohnt Druck ausüben konnte. Es fehlten dadurch einfach ein paar Prozent seines Leistungsvermögens, ansonsten hätte er hier evtl. doch einen Überlegenheitssieg erkämpfen können. Doch auch so war seine Leistung absolut OK.
Im Freistil Weltergewicht traf Ryszard Lesniewski auf Paul Bokarev. Der Tuttlinger legte gleich Los wie die Feuerwehr und punktete seinen Widersacher in Runde eins dann auch mit 8:0 Punkten aus. Auch in Runde zwei ließ er nicht nach und holte auch hier mit 7:0 Punkten diese Runde durch Technische Überlegenheit. Erst in Runde drei schaltete er dann zwei Gänge gleich zurück, behielt aber jederzeit den Überblick und gewann sicher mit 4:0 Punkten was ihm dann auch vier Mannschaftspunkte einbrachten.
Florin Rusu holte zwar im abschließenden gr.-röm. Weltergewicht kampflos vier Mannschaftspunkte, doch reicht dies leider nur zur Ergebniskosmetik. Der Endstand lautete: 18:19 für Schorndorf.
Kampfrichter Stefan Schreiber aus Obereisesheim hatte die Kämpfe gut im Griff und leitete sicher und souverän. (rs)
Ringer Bezirkslasse: ASV 97 Tuttlingen II - KSV Allensbach I 23 : 8
ASV Tuttlingen zwei kann Allensbach überraschend deutlich besiegen
Tuttlingen konnte dieses mal, im Gegensatz zum letzten Mittwoch, alle Gewichtsklassen besetzten und feierte prompt dadurch bedingt einen klaren Sieg gegen die Gästestaffel vom Bodensse. Während alle Siege auf Tuttlinger Seite sicher und auch verdient waren, muss man dies in der Gewichtsklasse bis 84 etwas relativieren. Hier lag der Gastringer bis zu seiner Schulterniederlage vorn bis er sich nach einem Durchdreher überraschend auf den Schultern sah.
Kampfrichter Waleri Hettinger aus Wurmlingen leitete die Kämpfe im ganzem gesehen gut.(il)
Die Kämpfe im Einzelnen:
55F: Okan Akgün - Thomas Beutel SS 3:0 4:0 8:0 (4:0)
60G: Fatih Demirci - OG 0:0 (4:0)
66F: Emre Durmus - Axel Zuber PS 2:0 2:0 3:1 (3:0)
66G: Nurullah Temur - Joachim Brender TÜ 6:0 6:0 6:0 (4:0)
74F: Zbigniew Nowak - Tim Buck TÜ 7:0 6:0 6:0 (4:0)
74G: Anil Misirci - Stefan Rothmund SS 0:3 (0:4)
84F: Nüsret Elmas - Helmut Rothmund SS 5:4 (4:0)
120G: Junus Mustafi - Uwe Storz SS 0:3 (0:4)











