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Schriesheim - ASV

3. Kampftag: 13.09.2008

Ringen 2. Bundesliga: KSV Schriesheim - ASV 1897 Tuttlingen                   20 : 18

Bezirksklasse:            ASV1897 Tuttlingen II  kampffrei

Knappe Niederlage in Schriesheim

An diesem Kampftag gab es einige Umstellungen im Team von Trainer Ralf Schumacher. Beruflich bedingt musste man heuer auf Marcin Letki verzichten. Dies war schon seit längerer Zeit bekannt. Aus diesem Grund ist hier mit Richard Dajka ein adäquater Ersatz schon im Vorfeld eingeplant worden, der also erstmals im ASV-Dress auflief. Die Verantwortlichen wollten unbedingt mit zwei Punkten im Gepäck die Heimreise antreten und entschieden sich aus diesem Grund auch, den zweiten Ungarn Roland Majer ebenfalls aufzustellen. So wäre es eine Mannschaft gewesen, die durchaus Siegeschancen hat. Allerdings machte hier die Verletzung von Bernd King ihnen einen Strich durch die Rechnung. Um den Statuten gerecht zu werden mussten vier Deutsche im Mannschaftsprotokoll stehen, so wurde kurzerhand der Pass von Coach Ralf Schumacher beantragt, der sich in den Dienst der Mannschaft stellte und im gr.-röm. Mittelgewicht auf die Matte ging, auch wenn dieses Unterfangen im sportlichen Duell gegen den ehemaligen Bundesligaringer Sven Lay aussichtslos war. Dennoch rechneten sich die ASV-Macher mit dieser Aufstellung große Chancen auf einen Sieg aus.
Doch wie so oft im Leben kam es anderst ...! Im Fliegengewicht fand der Ungar Roland Maier einfach nicht in den Kampf. Noch ehe er sich auf seinen Gegner einstellen konnte, war der Kampf für ihn schon wieder beendet. Chancenlos verlor Majer gegen Kerim Ferchichi auf beide Schultern.
Doch es sollte noch schlimmer kommen. Im Schwergewicht trat mit Richard Dajka der zweite Athlet aus Ungarn für die ASV an und bekam mit Manuel Heinrich einen körperlich starken Gegner vorgesetzt. Im Stand egalisierten sich die beiden, doch in der Bodenlage traute man im ASV-Eck seinen Augen nicht. Fast schon ohne Gegenwehr gab Dajka die ersten Punkte ab und und konnte die Runde nur noch mit 5:5 verloren abschliessen. In Runde zwei besann sich Dajka auf seine eigenen Stärken und zeigte ein ums andere Mal sein Können. Sowohl im Stand- als auch im Bodenkampf ließ er im Anschluss keine Zweifel mehr aufkommen, wer hier in diesem Duell die Matte als Sieger verlassen wird. Souverän gewann der Neu-Tuttlinger dann mit 3:1 nach Runden.
Einen sehr starken Ringer bekam Baris Diksu im gr.-röm. Federgewicht mit dem Rumänen  Vasile Dohrea  vorgesetzt, so dass hier ein enger Kampfausgang prognostiziert wurde. Und dies bewahrheitete sich dann auch. Doch nach der ersten Runde schien dies ein aussichtsloses Unterfangen zu werden, verlor Diksu deutlich mit 0:7. Dann drehte er den Spieß um und gewann seinerseits mit 3:0 die Runde zwei. Eine Unachtsamkeit brachte ihn in Runde drei früh in Rückstand, was er nicht mehr zu seinen Gunsten ändern konnte. Dann aber zeigte sich der konditionsstarke Tuttlinger von seiner besten Seite und gewann die folgenden zwei Runden souverän.
Tomas Szczerek gegen Gabriel Sergelyi hieß die Paarung im Freistil Halbschwergewicht. Hier rechneten sich die Tuttlinger eigentlich nicht viel aus, zumal der Schriesheimer in diesem Jahr 3. Europameister der Junioren wurde. Doch clever tastete der Pole sich durch die ersten Minuten und machte mit einem Angriff jeweils die Siegbringende Wertung. So gewann er verdient mit 3:0 nach Runden.
Trotz einer Verletzung zeigte sich Kakhaber Doborjginidze von seiner besten Seite und ließ hier nie Zweifel aufkommen, über Sieg und Niederlage. Klasse wie er blitzschnell seine Beinangriffe durch brachte und so sich Punkt für Punkt erkämpfte. Sein Sieg war nie in Gefahr.
Einen starken Gegner bekam Manuel Fehrenbach im Freistil Mittgewicht mit dem Bulgaren Stefan Bonev vorgesetzt. Der Tuttlinger war hier nicht chancenlos. Doch hatte hier der Tuttlinger nicht nur den Bulgaren als Gegner, sondern auch den Kampfrichter. Sowohl bei der Handauflage, als auch bei einigen Wertungen hatte dies den Anschein. So verlor der Tuttlinger diesen Kampf nach Punkten.Nicht nach Plan lief es im gr.-röm. Leichtgewicht bei Tomasz Kierpiec im Kampf gegen Andreas Spinnler. Der Tuttlinger fand heute einfach nicht seine Form. Runde eins ging deutlich an den Heimringer. Auch in Runde zwei war der Tuttlinger ohne Chance. Die Wende schien in Runde drei eingeleutet zu werden, die Kierpiec mit 3:0 Punkten für sich entscheiden konnte. Doch damit war das Pulver auch schon verschossen, musste er gar die Runde vier mit 7:0 abgeben.
Lediglich einen Freundschaftskampf gab es im Freistil Weltergewicht zwischen Zbigniew Nowak und Alexander Graf. Der Schriesheimer brachte fast acht Kilogramm zu viel auf die Waage. Im Freundschaftskampf hatte Nowak keine Probleme und so gewann er mit 3:0 nach Runden.
17:17 stand es vor dem letzten Kampf, den Krysztof Szatko mit dem Schriesheimer Peter Höreth bestreiten musste. Nur die erste Runde war eine klare Angelegenheit für den Heimringer, der diese mit 3:0 für sich entscheiden konnte. Der Tuttlinger änderte seinen Kampfstil und holte mit einer guten taktischen Meisterleistung sich die Runde zwei. In Runde drei war Szatko der aktivere Ringer. Beim Stand von 0:0 gab der Kampfrichter, warum auch immer, den Vorteil für den Heimringer der diesen auch ausnutzte. Dies warf den Tuttlinger aus der Bahn und so verlor er etwas unglücklich auch die folgende Runde. (rs)

 

KSV Schriesheim 
20

ASV Tuttlingen
18

 

Kampfrichter: 

Peter Willrich

Stilart

Gewicht

Name

Name

Punkte

Wertung

Zeit

Freistil

55

Kerim Ferchichi

Roland Majer

4:0

SS 4:1 6:0

02:43

Gr.-röm.

60

Vasile Dohrea

Boris Diksu

2:3

PS 7:0 0:3 4:2 2:3 1:2

09:50

Freistil

66A

Simon Pilzweger

Kakhaber Doborjginidze

0:3

PS 0:1 1:4 1:4

06:00

Gr.-röm.

66B

Andreas Spinnler

Tomasz Kierpiec

3:1

PS 3:1 4:1 0:3 7:0

07:08

Freistil

74A

Alexander Graf

Zbigniew Nowak

0:4

ÜG 0:2 1:2 0:3

06:01

Gr.-röm.

74B

Peter Höreth

Krysztof Szatko

3:1

PS 3:0 1:1 1:1 3:1

08:00

Freistil

84A

Stefan Bonev

Manuel Fehrenbach

3:0

PS 1:0 3:1 5:0

06:00

Gr.-röm.

84B

Sven Lay

Ralf Schumacher

4:0

SS 9:0

00:31

Freistil

96

Gabriel Sergelyi

Tomasz Szczerek

0:3

PS 0:1 0:1 0:2

06:00

Gr.-röm.

120

Manuel Heinrich

Richard Dajka

1:3

PS 5:5 1:2 0:3 0:6

08:00